Montag, 21. Juli 2014

Nägel ablackieren mal anders

Vor einiger Zeit erreichten uns von unserer Leserin Janine zwei etwas unkonventionelle Utensilien zum Ablackieren der Nägel. Empfohlen wurden uns die beiden Stoffe insbesondere für Glitzernagellack, also das Zeug mit dem man am meisten zu kämpfen hat.





Bei den beiden Stoffen handelt es sich zum einen um Kunstschnee aus dem Bastelladen und zum andern um Dämmmaterial zum Überwintern von Pflanzen im Außenbereich.
Wir sagten ja... unkonventionell.

Aber natürlich testeten wir beide Stoffe für euch und sagen euch jetzt, ob etwas taugliches dabei ist oder nicht.


Cat:


Pingu drückte mir bei einem Besuch irgendwann diese "Nagellackentfernerteile" in die Hand und sagte, wir müssen das unbedingt ausprobieren. Das ist jetzt schon eine ganze Zeit lang her, aber nun. Was lange währt, wird endlich gut oder so ;)

Ich habe beides ausprobiert, allerdings ist mir das braune Dämmmaterial irgendwie abhanden gekommen, bevor ich Fotos davon machen konnte. *hust* Ein Genie beherrscht das Chaos. Ich blieb also mit dem Kunstschnee zurück und irgendwie ist es schwierig Bilder zu machen, wenn man die Finger von oben bis unten voll hat mit Nagellackentferner... Deswegen gibts nur Handybilder, sorry. Aber ihr werdets überleben ;)

Hier einmal das Vorher. Schwarzer Lack, darüber ein Flakie-Topcoat. Kein großes Problem zum Ablackieren, aber immerhin anspruchsvoller als normaler, einfarbiger Lack ohne irgendwas drin.


Das Nachher. Nun. Wie man sieht, es ist eine heillose Sauerei mit dem Kunstschnee. Da das Material nicht saufähig ist, rinnt einem der Nagellackentferner über die Finger und schnell hat man sich ein Loch ins Material gerubbelt und reibt mit den eigenen Fingern auf den Nägeln rum. Wie man sieht, gehen kleine Flakes runter, aber größere Stücke bleiben am Nagel. Von der Schmiererei mal ganz zu schweigen.


Fazit weißer Watte-Kunstschnee:

Durch die mangelnde Saugfähigkeit geht viel zu viel daneben, tropft und verschmiert den gelösten Nagellack auf den Fingern. Man macht sich so unweigerlich mehr Arbeit, weil man sich die ganzen Hände einsaut und die Umgebung auch. Effektivität... Naja. Da sind Taschentücher gründlicher. Ich bleibe bei Wattepads.


Pingu:


Auch ich habe beide Materialien ausprobiert und war vom Kunstschnee ebenfalls nicht begeistert. Bei mir löste sich das wattige Gewebe auf und klebte im angelösten Nagellack. Nachher hatte ich jede Menge Farbe in der Kante rund um den Nagel und man sollte am besten wirklich über dem Waschbecken stehen, damit man sich nichts volltropft. Nicht so schön.

Das braune Dämmmaterial hat mir besser gefallen. Es ist zwar ebenfalls nicht sehr saugfähig was den Nagellackentferner angeht, aber den Nagellack nimmt es dafür trotzdem gut auf. Der wirkliche Vorteil ist aber, dass es nicht fusselt. Glitzernagellack zerlegt ja gerne alles, auch Wattepads. Doch gegen das braune Gewebe hat er keine Chance. Ich kann nicht sagen, ob man damit schneller ist, als mit einem Wattepad, aber das Gefledder und Gefussel bleibt einem in jedem Fall erspart.




Auf den Bildern habe ich zu Testzwecken zwei Nägel lackiert, drum sieht das so merkwürdig zusammen aus. Beachtet bitte auch nicht meine ramponierte Nagelhaut. Einmal haben wir einen farbigen Lack (2 Schichten) mit Flake-Topper (1 Schicht) und das andere ist ein Glitzer-Sandlack (2 Schichten). Ich dachte ich lasse den Stoff gleich gegen zwei unterschiedliche Gegner antreten.




Fazit braunes Dämmmaterial:

Ich bin ganz zufrieden damit. Mit dem Farblack und Flake-Topper wurde der Stoff gut fertig, auch wenn die verminderte Saugfähigkeit schon dafür sorgt, dass etwas mehr Farbe rundum in die Nagelkante läuft. Mit dem Sandlack war das Stöffchen dann allerdings wie ihr seht doch ein bisschen überfordert. Da musste ich dann mit einem Wattepad nachhelfen.
Ich kann nicht wirklich sagen, ob ich extra in den Baumarkt losziehen und mir den Stoff kaufen würde. In dem Fall ist wirklich die Beschaffung der Knackpunkt. Wenn man das Zeug aber sowieso rumliegen hat weil man seine Pflanzen verpacken muss spricht nichts dagegen, sich ein Stück davon für die Nägel abzuschneiden.



&



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