Sonntag, 8. November 2015

Facelift für die Küche [Interior]

Der heutige "Tool-Time-Gruß" geht an Nathalie, die mich erst gestern noch so nett dazu angetrieben hat, endlich mal die lange angekündigten Interior Posts zu Küche und Wohnzimmer in Angriff zu nehmen. Obwohl die Küche der letzte Raum war, den wir renoviert haben, kommt sie heute als erstes dran. Das Wohnzimmer folgt dann in Kürze.

Vier Räume haben wir dieses Jahr insgesamt renoviert. Zwei Bäder, das Wohnzimmer und die Küche. Zwar bestanden die Renovierungsarbeiten in den Bädern "nur" darin, die Tapeten zu entfernen und neu zu streichen, aber wer schon einmal das Vergnügen hatte, einen Raum von seinem Rauhfaserkleidchen befreien zu dürfen wird wissen, dass das eine verdammte Scheißarbeit sein kann... Pardon, aber ist so. Denn selbst wenn die Tapete ganz gut von Wand und Decke zu lösen ist, anschließend einfach Farbe an die Wand klatschen geht nicht. Zuvor muss alles abgeschliffen und mit Tiefgrund behandelt werden. Genau diesen Spaß hatten wir in drei Räumen hinter uns, sodass wir bei der Küche schließlich soweit waren, dass die Tapete - komme was wolle - dran bleiben sollte.



Eine Tatsache konnten wir aus den vielen Renovierungssessions jedenfalls mitnehmen: Wir verabscheuen Rauhfaser-Tapeten zutiefst. Die Dinger machen nix als Ärger und ich möchte ernsthaft mal wissen, was sich der Mensch gedacht hat, der sie erfunden hat.

Bevor ich euch mit Bildern überflute möchte ich noch kurz erklären, warum wir eigentlich nach gerade mal fünf Jahren in unserer Wohnung bereits einen Großteil der Räume renovieren. Kennt ihr den Spruch "Wer billig kauft kauft zweimal"? Als wir 2009 unsere Wohnung bezogen haben mussten wir sehr viele Räume gleichzeitig möblieren. Jeder, der schon mal eine Wohnung eingerichtet hat weiß, wieviel allein eine Küche kostet - selbst wenn sie nicht teuer ist. Für ernsthaft hochwertige Möbel war also schlichtweg nicht das Geld da. Ich hatte ja ohnehin nur mein Ausbildungsgehalt zur Verfügung und auch Herr Pingu stand noch eher am Anfang seiner Karriere. Wir waren dann eigentlich schon ganz froh, dass an der Wohnung selbst nicht soviel zu machen war. Im Großen und Ganzen waren die Räume okay. Also haben wir nur eine Wand im Wohnzimmer gestrichen (ausgerechnet Rot) und das Schlafzimmer (hellgrau) und das wars dann. Fünf Jahre später, nachdem sich die Finanzen erholt haben und wir ausreichend Zeit hatten, bei vielen Dingen in der Wohnung zu dem Schluss zu kommen "Das hätten wir damals besser anders gemacht", wurde es für uns dann Zeit, die Renovierungsarbeiten von damals nachzuholen. Abgesehen davon verpflichten einen die meisten Mietverträge unverständlicherweise ja sowieso dazu, alle paar Jahre neu zu streichen, obs nun nötig ist oder nicht. Nicht, dass das ernsthaft der Grund gewesen wäre... aber nu. ^^



Bei der Küche im Speziellen war der finale Auslöser, dass uns vor nicht ganz zwei Jahren unser Cerankochfeld zu Bruch ging. Seither hatten wir statt vier nur noch drei Platten zur Verfügung. Freilich hätten wir das von der Versicherung reparieren lassen können, aber dafür fanden wir den gesamten Herd einfach zu schlecht. Also haben wir lieber eine Weile auf einen neuen Herd gespart und jetzt war es dann endlich soweit.



Unsere Küche bekam alles in allem einen neuen Anstrich, einen neuen Herd, neue Arbeitsplatten inklusive eines Regals in der Ecke hinter der Tür in dem endlich viele Geräte wie Toaster und Waffeleisen verschwinden, ein neues Spülbecken und eine neue Dunstabzugshaube. Oder anders gesagt. Alles was teuer ist haben wir ausgetauscht und die billigen Schränke gelassen (bis auf den Geschirrspüler, aber dem drohen wir auch bereits mit Rausschmiss). Klingt ziemlich bescheuert, aber dieses fantastische Augenkrebsgrün hat ansonsten nunmal niemand den wir kennen, also muss es bleiben!

Da unsere Küche ziemlich klein ist hatte ich die Befürchtung, dass dunkle Wände den Raum optisch nochmal verkleinern könnten, aber ich finde durch die helle Decke und den hellen Fliesenspiegel ist es absolut in Ordnung. Obwohl es fast schwarz ist sieht es für mich sauberer aus als zuvor. Und ich habe das Gefühl, dass dadurch das Augenkrebsgrün noch intensiver raus kommt. Ob das gut oder schlecht ist, darüber kann man gewiss streiten, aber ich finds gut. ;)



Würden wir nicht in einer Mietwohnung wohnen, ich glaube ich hätte auch noch den Boden rausgerissen. Der macht finde ich das ganze Konzept aufgrund seiner Farbe massiv kaputt. Ein Fliesenboden oder wenigstens dunkles Laminat wäre mir ohnehin viel lieber als Linoleum oder was auch immer das ist. Aber was nicht geht, geht nicht. Ich stelle mir einfach vor, er wäre schwarz oder grau oder meinetwegen auch weiß.



Ich bin sehr gespannt, wie sich vor allem der neue Herd auf Dauer schlägt. Induktion statt herkömmlicher Glaskeramik wird sicher eine Umstellung. Aber unser bisheriger Eindruck ist sehr gut. Vor allem musste ich heute bei der Reinigung des Herdes feststellen, dass Siemens bei der Edelstahlblende ganze Arbeit geleistet hat. Vom alten Herd waren rund um die Knöpfe die Fingerabdrücke kaum ab zu bekommen, hier genügt einmal drüber wischen und alles ist wieder einwandfrei.

Alles in allem fehlen noch ein paar Details, eh man die Küche wirklich ganz und gar als "fertig" bezeichnen kann. Die Gewürze, die Momentan noch neben dem Kochfeld in einem Korb stehen sollen in einem versteckten Gewürzregal verschwinden. Das wird aber für zwei Laien noch eine Herausforderung. Außerdem tüfteln wir noch nach einer Möglichkeit, das Regalfach mit den Küchengeräten zu verdecken. Einen Vorhang wollen wir nicht, weil der in der Küche ziemlich schnell total verschmuddeln würde. Am besten würde uns so eine Art "Rolltor" gefallen. Aber da das eine Spezialanfertigung und entsprechend teuer wäre sind wir noch unsicher.



Wie sieht eure Küche aus? Groß oder klein? Knallig oder dezent?

Und weil es zur Küche nun wirklich perfekt passt, möchte ich an dieser Stelle einfach nochmal erwähnen, dass das auch genau der Ort ist an dem Fütterungszeit entsteht. Hoffentlich animiert die neue Küche uns auch dazu, den Foodblog wieder etwas aufleben zu lassen.






Kommentare:

  1. Hahahaha, dezent ist nicht mein Ding :D

    Umso mehr freu ich mich, dass du meiner Bitte nachgekommen bist ;) Eure Küche gefällt mir super, auch wenn ich das Augenkrebsgrün vielleicht gegen ein noch knalligeres, grüneres (versteht man, was ich meine? :)) ausgetauscht hätte. Und schwarz kann so toll edel wirken ♡
    Das mit dem störenden Boden verstehe ich voll und ganz! Ich ärgere mich ja auch immer noch, dass die Vermieter im Schlafzimmer dann doch den alten Teppich gelassen haben, aber gut, Mietwohnungen halt -.-

    Unsere Küche mag ich gar nicht, aber wie gesagt: Mietwohnung. Sie ist zu klein und die Fronten bzw. Platten sind allein schon farblich gar nicht meins, außerdem ist sie schon älter. Umso mehr freue ich mich dann, wenn wir endlich mal ins Eigenheim ziehen können.

    Und bis dahin warte ich gespannt (und damenhaft geduldig ;) ) auf deinen nächsten Interior-Post.

    Liebe Grüße
    Nathalie

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    1. Mich erinnert die Farbe immer an GIR von Invader Zim. Von daher bin ich zufrieden damit. Je nach Lichteinfall wirkt es aber tatsächlich schon fast ein wenig gelblich.
      Ja bei manchem ist es echt ärgerlich, dass man sich in einer Mietwohnung nicht komplett austoben kann wie man mag.

      Ist bei euch ein Eigenheim in Aussicht? Hier in und um Köln ist sowas für uns ziemlich undenkbar. Die Preise sind einfach utopisch. Für ein bezahlbares, anständiges Eigenheim müsste man fast schon wieder soweit aufs Land, dass dafür der Weg zur Arbeit irrsinnig würde. Ein Hoch auf Ballungsräume. -.-'

      Umso erfreulicher, wenn dieser Traum für euch tatsächlich greifbar ist.

      Der nächste Post ist nicht weit entfernt. War heute richtig fleißig. ^^ Nachdem das Wohnzimmer nun seit gut einem halben Jahr semi-fertig ist wirds aber auch mal Zeit dafür.

      LG

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