Freitag, 20. November 2015

Ich seh den Wald vor lauter Schule nicht.

Meine große Pause steht kurz bevor und dennoch habe ich nochmal das Bedürfnis, ein kleines Update bezüglich Schule zu machen.

5. Semester. November 2015.
Ich stehe knapp fünf Monate (ganz schön viele 5en überall ^^) vor meiner ersten Abiturprüfung und bei mir ist echt die Luft raus.
Ich habe keine Lust mehr. Wie oft ich in den letzten Wochen im Netz nach FH's geguckt habe, in der Hoffnung doch was zu finden, was mich überzeugt, kann ich gar nicht sagen.
Ich bin jetzt seit Februar 2013 an der Schule, also seit beinahe 3 Jahren. Wenn ich fertig bin, sind es dreieinhalb. Länger als die meisten, da ich damals nicht die Vorraussetzungen erfüllt habe, um einfach so in den Kollegbereich einzusteigen.
Ich hab Semester gehabt, die liefen nicht so besonders. Aus verschiedenen Gründen, meistens privater Natur. Doch jetzt... Ich muss mich wirklich stark zusammenreissen um nicht ständig früher zu gehen oder einfach gar nicht zu gehen. Dabei brauche ich ja theoretisch jede einzelne Stunde zur Vorbereitung.
Aktuell, wen wundert das, stecke ich natürlich mal wieder mitten in der Klausurphase. Das weniger schöne daran: Bis Ende April, also bis zu dem Zeitpunkt an dem ich meine letzte Prüfung abgelegt habe, wird sich das nicht mehr ändern.
Ich schrieb vor den Herbstferien Deutsch, direkt nach den Ferien gabs Englich. Als nächstes folgt Philosophie und nächste Woche dann Bio. Das wiederholt sich dann in drei Wochen noch einmal und in knapp 7 Wochen sind schon Weihnachtsferien.
Nach den Weihnachtsferien habe ich einen Monat, mehr oder minder Schonfrist, denn das 5. Semester ist am 30.01 vorbei und kurz danach gehts ins Vorabi und anschliessend ins Abitur.
Wahrscheinlich ist das total normal, aber ich hab 'ne Scheißangst.
Ich schlafe schon seit Wochen sehr schlecht und bin einfach nur so halb bei der Sache, egal bei welcher.
Prüfungssituationen sind ja sowieso schon nicht so unbedingt meins, aber in diesem Fall hängt da ganz schön viel dran. Um nicht zu sagen alles.
Was dazu kommt ist eben, dass ich dieses ganze "Ochnökeinenbock" nicht weiter einreissen lassen darf/sollte, wenn ich meinen Abiturschnitt nach oben reissen will. Ihr wisst schon, nur eine Chance ins Studium reinzukommen, da sollte ich nicht mit einem 3er Abitur ankommen.
Mich stresst das alles irgendwie sehr. Wenn ich sehe, dass manch einer schon jetzt anfängt zu lernen, runzel ich die Stirn.
Sicherlich ist das gut, wenn man das tut, doch ich frage mich wozu schon jetzt. Es sind noch 5 Monate... Wir haben noch nicht einmal alles behandelt, was wir kennen müssen... Und wenn ich jetzt schon anfangen würde, das hätte ich bis Weihnachten schon wieder vergessen.
Wie mein Lernplan (sort of) aussieht? Ich fange im Januar an. Ich wage zu behaupten, dass ich mit meinen Fächern eine gute Wahl getroffen habe und eigentlich nicht allzuviel schief gehen kann. Ich weiß, das sind ganz schön große Töne. Gerade Bio könnte mir das Genick brechen, wobei ich mich hier noch auf die Aussage meine Lehrers verlasse, nämlich, dass wir im Abi durchaus wählen können, ob wir Ökologie oder Genetik nehmen. In so fern hoffe ich, dass schlechtes Karma oder anderes mir da keinen Strich durch die Rechnung macht, denn ich habe nicht vor auch nur eine Silbe über Genetik zu lernen.
Philosophie ist vielschichtig, aber gut. Ich muss viel lesen und alles wiederholen. Aber alles machbar, denke ich.
Deutsch geht auch. Ich habe nicht vor ein Gedicht zu analysieren, weil mir das nicht so besonders lag, also werde ich mich vermutlich auf alles andere vorbereiten, muss mal sehen, was die Aufgaben von diesem Jahr waren.
Ich denke, meine größte Schwierigkeit oder die größte Herausforderung, wie es hübscher klingt, ist Englisch. Der LK ist wirklich heftig und ich tu mich schwer damit. Alltagsenglisch kann ich sehr, sehr gut, aber dieser uninteressante, fachbezogene Mist nervt. Mich interessieren Globalisierung und Politik auf Englisch nicht. Echt nicht. Und trotzdem müssen wir es durchkauen, bis es uns zu den Ohren rauskommt.
Immerhin kann ich an die zweite Klausur in diesem Semester ein wenig ruhiger rangehen, als an die mündliche Prüfung, die unsere erste Klausur ersetzte. Die war nämlich 2 und das ist schonmal viel wert. Die Deutschklausur war 2+. Etwas mehr hätte ich da auch gern noch rausgeholt, aber Flüchtigkeitsfehler lassen mich halt auch nicht los... Naja.

Ich schätze ich hab genug geschwafelt jetzt und ich kann nur nochmal betonen: Ich mag wirklich nicht mehr. Doch ich schaffe das.
Aber wohl deswegen nur noch besser, wenn ich den Blog bis dahin unbeschrieben lasse, denn das wäre eine gefährliche Ablenkung ;)
So ist das hier der letzte Post, den ich bis nach dem Abi hier hinterlasse. (Ausnahmen mag es vielleicht geben).
Bis dahin, gehabt euch wohl und passt mir auf Pingu auf und überschüttet sie brav mit Kommentaren :)


Kommentare:

  1. Durchhalten! :-*
    Kleine Anmerkung zu 'wieso fangen manche jetzt an zu lernen, bis Weihnachten hab ich alles vergessen':
    Genau diese Gedanken hatte ich 'damals' auch. Absolutes Unverständnis gab es von meiner Seite dazu. Ich habe nur kurzfristig gelernt - Bullimie-lernen genannt. Da vergisst man wirklich alles wieder.
    Jetzt im Studium (5. Semester *g*) verstehe ich das Verhalten besser. Wenn man Stückchenweise schon früh anfängt sich Themen nach zu bearbeiten, lernt man wirklich. Man vergisst die Sachen nicht mehr, und da sist ja der eigentliche Zweck von 'lernen'. Zudem kommt man so zum Schluss nicht in den krassen Lernstress. Es hilft auch schon ungemein, wenn man sich Texte /Aufgaben einfach noch 2 mal durchließt, etwas bleibt immer hängen...
    Aber für die Erkenntniss habe ich lange gebraucht, und kann sie auch erst jetzt im 5. Semester für mich nutzen ;)

    Zum Thema Prüfungsstress/Angst: Es gibt tatsächlich einige Psychologen, die sich auf solche Themen spezialisieren. Sich Hilfe zu suchen wenn man denkt 'ich kann nicht mehr/ich schaff das alles nicht!' ist nichts Schlimmes! Oft helfen ein paar Sitzungen um aus dem Gedanken Teufelskreis rauszukommen der einen hindert und bedrückt :)
    Viel Erfolg wünsche ich dir, für die kommende Zeit :)

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    1. Danke für den lieben Kommentar :)
      Bulimie-lernen ist ja so die gängiste Variante. Auch bei uns :D Manchmal gehts halt nicht anders ;)
      Aber irgendwie scheine ich im Augenblick einen Dreh bekommen zu haben, wies doch einigermaßen laufen kann, in Sachen Lernroutine, mal schauen.
      Aber einen Therapeuten wirds nicht brauchen, ich hab ja zum Glück ein paar Menschen, die ich volljammern kann, wenns mal gar nicht mehr geht :)

      Bis dahin!

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  2. Du schaffst das, lass dich nicht von denen stressen, die schon drei Jahre früher anfangen zu lernen. Ich konnte das auch nicht. Habe kurz vorher angefangen (in den Osterferien). Hatte Englisch (da konnte man nicht wirklich viel lernen), Bio (das hat mir Spaß gemacht, da hab ich am meisten gelernt, weils auch die Mündliche war), Kunst (was will man da lernen) und Geschichte, da habe ich es zumindest versucht. War aber auch nicht meins. Musste eine Karikatur beschreiben und das ging voll in die Hose...aber das war mir vorher schon klar. War aber alles besser als Mathe, das musste ich dann nicht machen :) Ich bin auch nicht der Typ der ewig lang vorher lernen kann, besonders wenn es Dinge sind, die ich nacher nicht mehr brauche und mir keinen Spaß machen. Dann vergesse ich das leider auch wieder viel zu schnell. Hab eh ein Gedächtnis wie ein Sieb. Ich habe also kurz vorher angefangen und durch den Druck konnte ich dann auch schlecht in die och nö keinen Bock richtung abdriften. Letztendlich wollte ich nie Abi machen und wollte daher einfach nur bestehen. Das habe ich auch irgendwie geschafft. Zwar nur mit ner 3, aber besser als erwartet. Habe dann noch ein fsj gemacht (das wurde glaube ich sogar als Wartesemester angerechnet). Dann stand ich auf der Warteliste und bin durchgekommen zum Studium. Ging recht schnell. Mach dir also keine Gedanken, das klappt schon irgendwie. Sonst gibt es Möglichkeiten bis zum Unistart noch etwas dazwischen zu schieben. Außerdem tust du dir keinen Gefallen dir zuviele Gedanken zu machen. Das hat bei mir kurzzeitig zu ganz übler Prüfungsangst geführt...total bekloppt, denn am anderen Ende sitzen Menschen, die wissen dass man aufgeregt ist und dass einem nicht alles einfach zu fällt. Ich drück dir die Daumen. Gönn dir zwischendurch kleine Pausen und lass es dir egal sein, wie die anderen lernen und wie weit sie schon sind. Letztendlich weiß ja keiner was am Ende in der Prüfung dran kommt. Gleiche Chance für alle <3

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  3. Kopf hoch! Noch 5 Monate die Zähne zusammen beißen, das packst Du jetzt auch noch!
    Und zum Thema lernen: Ich war irgendwie immer mehr der Streber-Typ, habe immer fleißig für alle Arbeiten und später Klausuren gelernt... nur für's Abi irgendwie nicht mehr so :D Da ging mir die Motivation auch komplett ab und ich musste mich wirklich extrem zusammen reißen, um nicht aus lauter Faulheit meine Abschlussprüfung zu versauen. Ich kann also sehr sehr gut nachvollziehen, wie es Dir gerade geht. Ich habe auch wahnsinnig abgekotzt über den ganzen Theorie-Mist, den man sich für's Abi reinziehen darf. Ich habe, wenn ich mich richtig erinnere, in den Osterferien angefangen zu lernen und bin damit gut gefahren. Zusammenfassungen pro Halbjahr für die Prüfungsfächer waren richtig sinnvoll und hilfreich - zum einen gehst Du beim Zusammenfassen alles nochmal durch und hast schon einen kleinen Anfang gemacht und für's Wiederholen des Stoffes hast du dann alles wunderbar komprimiert. Ich hatte Bio und Englisch (Grundkurs und LK) auch dabei und gerade in Bio hat mir die Auswahl der Prüfungsthemen durch die zwei Klaursuren echt den Allerwertesten gerettet :D
    Lange Rede, kurzer Sinn: Halt die Ohren steif, auch wenn es jetzt extrem nervt! Die Erleichterung danach ist unbezahlbar :)

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