Samstag, 2. April 2016

Deo: Normal vs. Compressed [Test]

Kennt ihr bereits die nicht mehr ganz so neuen Compressed Deos von DuschDas, Dove und Rexona? Bestimmt kennt ihr sie... Mit ihrer praktischen Mini-Größe passen sie gut in die meisten Handtaschen und sind daher ein optimaler Begleiter für unterwegs.

Dabei locken die kleinen Deodosen mit einem interessanten Versprechen: "Hält genauso lange mit weniger Verpackung" und daneben abgebildet zwei Dosen, eine kleine und eine normale "75ml = 150ml"

Klingt ja erst mal toll. Nimmt weniger Platz weg und nebenbei produziert man weniger Müll bei angeblich der gleichen Ergiebigkeit. Trotzdem wurde ich nach einigen Versuchen das Gefühl nicht los, dass die kleinen Dosen eben doch nicht so lange halten wie die großen. Also habe ich mir kurzerhand zwei Deos der gleichen Marke (allerdings mit unterschiedlichen Duftrichtungen) geholt - ein normales und ein Compressed Deo.


Über mehrere Wochen habe ich dann jeden Tag abwechselnd das eine und das andere benutzt, einfach um zu sehen, ob eins davon früher schlapp macht. Sie sollen ja schließlich angeblich genauso lange halten.

Tja, was soll ich sagen... Scheinbar verstehe ich das vollmundige Versprechen nicht richtig, denn während die kleine Dose aus dem letzten Loch pfeift, ist ihr großer Cousin noch zu mindestens einem Drittel, fast eher zur Hälfte gefüllt. Mit einer leichten Abweichung habe ich ja gerechnet, immerhin sprüht man nicht immer exakt gleich, aber im Großen und Ganzen sollte man das schon vergleichen können. Ist ja immerhin nicht mehr zu tun, als auf die Achsel zu zielen und kurz zu drücken.

"Genauso lange" ist also offenbar ein sehr dehnbarer Begriff. Ich meine mich zu erinnern, irgendwo gelesen zu haben, dass Unilever auch schon vor einigen Jahren einen Versuch gestartet hatte, Produkte mit kleinerer Verpackung anzubieten, die angeblich genauso ergiebig sein sollten. Dieses Experiment wurde damals wieder eingestampft, weil die Kunden es nicht angenommen haben. Zu Recht, wie ich jetzt finde.

Aber was erwartet man auch? 75ml sind halt nunmal nicht 150ml. Vielleicht fliegen einem die komprimierten Dosen wenigstens schneller um die Ohren, wenn sie zu starker Hitze ausgesetzt sind. Anzunehmen wäre das ja, wenn von vornherein durch die Kompression ein höherer Druck da drin herrscht. Für mich ist dieser Gedankengang allerdings nur ein weiterer Beweis dafür, dass an der Nummer etwas faul sein muss. Ich bin zwar kein Physiker, aber wenn die gleiche Menge Deo in eine nur halb so große Dose gepresst würde, würde das nicht den Druck quasi verdoppeln und damit auch das Risiko erhöhen, dass die Dose platzt? Welches Unternehmen will das schon?


Für mein Fazit bedeutet das: Für die Handtasche bleibt die Größe durchaus praktisch. Aber die Compressed Deos sind keineswegs so ergiebig wie ihre großen Cousins. Das einzige was da hoffentlich genauso lange hält ist der Deoschutz vor Schweißflecken und Geruch. Dass die meisten Läden für beide Größen einfach den gleichen Preis verlangen ist daher schlicht unangemessen. Verpackungsmüll spart man letztlich mit den kleineren Deos auch nicht, wenn man dafür doppelt so viele davon pro Jahr braucht. Im Gegenteil... würde mich nicht wundern, wenn man dadurch unterm Strich mehr Müll produziert. Man produziert auf jeden Fall mehr Gewinn für Unilever.

Also: Daumen runter...

Habt ihr Erfahrungen mit den kleinen Dosen? Wie war euer Eindruck?






Kommentare:

  1. Darüber hab ich mir noch nie Gedanken gemacht. Das ist dann aber schon eine frechheit... Pfff...

    Da pass ich lieber mehr beim Deo-Kauf auf.

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    1. Bedauerlich, wenn man inzwischen bei jedem Kauf immer auf der Hut sein muss.

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