Dienstag, 3. Mai 2016

Mein neues Kamera-Kleidchen von stoffgehabt [Review]

Knapp 10 Jahre hat mich meine Canon EOS 350D begleitet, bis sie letztes Jahr dann endlich in Rente gehen durfte und durch ein neueres Modell ersetzt wurde. Diverse Ausfallerscheinungen haben diesen Schritt beinahe unumgänglich gemacht. Denn spätestens im Urlaub beißt man sich selbst in den Allerwertesten, wenn man hinterher feststellt, dass nur etwa die Hälfte der geschossenen Bilder korrekt gespeichert wurde.

Nach einiger Überwindung und einem Fehlschlag mit einem Montagsmodell, habe ich mir dann quasi als Geburtstagsgeschenk eine EOS 70D gegönnt. Zum Glück lässt sich viel Zubehör der alten Kamera auch mit der neuen verwenden, obwohl das z.B. im Falle günstiger Objektive wenig sinnvoll ist, da die mangelnde Qualität des Objektivs bei Aufnahmen mit der neuen Kamera viel deutlicher auffällt.

Also... neue Kamera, neues Objektiv und dieses Jahr dann auch wirklich und tatsächlich die Aussicht auf die Reise, die letztes Jahr leider ausfallen musste. Auf einer solchen Reise möchte das Equipment gut verpackt sein. Für meine 350D hatte ich damals eine klassische Kameratasche gekauft, die war aber so klobig und unpraktisch, dass ich früher oder später die Kamera einfach so in meine Handtasche bzw. den Rucksack gestopft habe. Kann man machen, darunter leidet aber die Kamera deutlich. Für Equipment, das mich über 1000 Euro gekostet hat kommt diese Handhabe für mich eindeutig nicht in Frage. Glücklicherweise blöderweise ist die alte Kameratasche zu klein für die 70D, ich brauchte also Ersatz.



Klassisch oder modern?


Somit stand ich vor der Frage, ob ich mir wieder eine klassische Kameratasche kaufe, in die ich entweder sowieso nicht alles rein bekomme, oder die so groß ist, dass ich drin schlafen könnte, oder ob ich nach einer Alternative suche. Da fällt die Wahl doch leicht.

Immer wieder wenn Cat bei uns zu Besuch war und ihre Kamera dabei hatte, habe ich insgeheim ihre Kamerahülle bewundert. Ein Stoff mit Zeitungsprint... irgendwie sehr hübsch. Sowas wollte ich auch.

Dawanda ist für derartige Wünsche bekanntlich die beste Anlaufstelle und nach kurzem Stöbern stieß ich auf den Shop von stoffgehabt. Und da wars... ein Kamera-Kleidchen mit Zeitungsprintstoff! Es war quasi so gut wie gekauft. Der Schotte in mir wollte nur noch die nächste Gehaltsüberweisung abwarten. Prompt war am Tag, als ich bestellen wollte, das Kamerakleidchen in dieser Ausführung nicht mehr verfügbar. *Schock*

Aber stoffgehabt bietet auch individuelle Kamera-Kleidchen an. Ein kurzer und sehr netter Mailkontakt brachte mich dann zu der Entscheidung, selbst einen Stoff für mein ganz individuelles Kamera-Kleidchen zu liefern. Der Stoff stammt übrigens von stoffe.de. Eliza und ihr Team haben mich dann bei der Auswahl der Motive beraten und wir haben die perfekte Lösung gefunden. Schon wenige Tage nachdem ich den Stoff an Eliza geschickt hatte, konnte ich dann das Kamera-Kleidchen in den Händen halten. Fertigung und Versand gingen echt fix, vor allem angesichts dessen, dass zwischendurch auch noch die Osterfeiertage anstanden.



Alles meins


Und das ist es nun. Mein Wunschstoff, meine Wunschgröße... MEIN Kamera-Kleidchen, das so sonst niemand hat. Ich finde es ist wirklich toll geworden und bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung, sowohl was den Stoff, als auch was stoffgehabt als Hersteller angeht. Es passt wie angegossen um die Kamera, auch wenn ich das kleinere Kit-Objektiv angeschraubt habe (natürlich ist der "Rüssel" vorne dann nur zur Hälfte ausgefüllt, aber das macht ja nichts). Die Polsterung ist in jedem Fall ausreichend, um die Kamera vor Kratzern und kleinen Remplern zu schützen. Außerdem kann man das Kamera-Kleidchen auf links drehen und beidseitig benutzen. Wenn mir aus irgendwelchen Gründen also mal nicht nach Knallfarben ist oder ich meine Kamera etwas unauffälliger kleiden möchte, drehe ich das Kamera-Kleidchen einfach um und nutze es mit der schwarzen Seite nach außen. Die Verarbeitung ist dabei so gut, dass beidseitig keine störenden Beulen oder Wellen entstehen. Selbst Herr Pingus Mutter, die sonst immer unsere Anlaufstelle für sämtliche Näharbeiten ist, musste gestehen, dass sie so etwas nicht hinbekommen hätte. Die Öffnung der Kameratasche wird mit einem Klettverschluss verschlossen und neben dem Label verfügt die Kameratsche außerdem über eine Lederschlaufe und ein kleines Lederband, mit dem man die Tasche an der Kamera festbinden kann. So geht nichts verloren. Für zu Hause allerdings wird bei mir nix festgebunden.

Solltet ihr also auf der Suche nach einer hübschen Kamerahülle sein, kann ich euch nur empfehlen, dem Shop von stoffgehabt einen Besuch abzustatten. Ihr findet dort übrigens auch andere Produkte, zum Beispiel Kameragurte oder Smartphonehüllen.



Übrigens hat mich die Kamerahülle alles in allem aufgerundet knapp 70 Euro gekostet. Das ist ne Stange, lag aber daran, dass ich eben unbedingt einen eigenen Stoff wollte, der mit knapp 20 Euro inklusive Versand (zu mir) zu Buche geschlagen hat. Ich hätte noch fünf Euro sparen können, hätte ich den Stoff nicht zuerst zu mir schicken lassen. Aber ich wollte mir gern ein Bild von der Größe der Motive machen und die Beschaffenheit des Stoffs sehen. Ein Kamera-Kleidchen in dieser Form ist (ohne Schnittanpassung für größere Kameras oder Objektive) für 39,50 Euro plus Versand zu haben, wenn man sich für einen der vorhanden vielfältigen Stoffe entscheidet. Für hochwertige Handarbeit made in Germany absolut angemessen wie ich finde.

Wem das jetzt zu viel Werbung war, der hat Pech gehabt. Ich finde, tolle Entdeckungen muss man teilen und gute Arbeit darf man durchaus auch mal würdigen. Passiert sowieso viel zu selten. ;)
Und es muss ja nicht immer nur der mega neue Lidschatten von XY sein.





Kommentare:

  1. Ach, wie cool! Sowas in die Richtung brauche ich auch noch ganz dringend, wenn ich mal nicht die ganze Kameratasche mitschleppen mag! Bisher war da mein Vorgehen, die Kamera in Handtücher gewickelt in meine normale Tasche zu packen. Die Lösung war eher so meh und jetzt geh ich dort erstmal stöbern! :)

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    1. Ich wollte eben auch vermeiden, die Kamera mit oder ohne provisorischen Schutz einfach so in die (Hand)Tasche zu stecken. Ich konnte ja an meiner alten Kamera sehen, wozu das führt. Und so schön verpackt trägt man die Kamera auch gern mal zur Schau um den Hals. Und das ohne Angst haben zu müssen, dass sie irgendwo gegen knallt. ^^

      LG
      Pingu

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