Mittwoch, 9. November 2016

Gästezimmer Makeover [Interior]

Langsam aber sicher gehen uns die Räume zum Renovieren aus. Wird aber auch irgendwie Zeit. Obwohl ich, glaube ich, schwere Schübe von Langeweile entwickle, wenn wir wirklich irgendwann komplett durch sind mit der Wohnung.

Naja jedenfalls... im Oktober haben wir das Gästezimmer renoviert. Zuvor konnte man den Raum nur mit viel Wohlwollen überhaupt ein Gästezimmer nennen, denn eigentlich war das Zimmer eher eine Rumpelkammer mit Schlafsofa und meiner Schminkecke. Alles andere als schön.



Abgesehen davon, dass ich den Raum wirklich nicht mehr sehen konnte und der Zustand aus Platzmangel eher immer schlimmer als besser wurde, gab die Schlafcouch den letzten Anstoß, dem Raum eine Runderneuerung zu verpassen. Denn die alte Schlafcouch hat langsam aber sicher die Grätsche gemacht - wortwörtlich. Trotz zusätzlicher Stützwinkel ließ sich nicht verhindern, dass der vordere Teil der Couch im ausgezogenen Zustand langsam aber sicher verbog und absackte, sodass man irgendwann aus dem Bett gekullert wäre. Auf dem Vorher-Bild war übrigens der alte Schrank bereits abgebaut, daher war es noch ein bisschen chaotischer als sonst.

Ich machte mich also auf die Suche nach einer neuen Schlafcouch, die dieses Problem idealerweise gar nicht erst entwickeln kann. Ich wurde bei Otto fündig und habe gleich noch einen neuen Kleiderschrank dazu bestellt. Der alte Schrank hätte einen Ab- und Wiederaufbau nicht mehr überstanden. Damals beim ersten Aufbau gab es einen kleinen Unfall, der dafür gesorgt hat, dass der Schrank vom ersten Tag an hauptsächlich von gutem Willen zusammen gehalten wurde. Als zusätzliche Neuerung gegenüber früher (aber auf keinem Bild festgehalten) haben wir noch einen Matratzentopper bei Amazon erstanden. Zum Einen wird so die recht harte Polsterung der Couch etwas weicher geschummelt und zum Anderen verschwinden unter dem Topper Unebenheiten und Ritzen der Liegefläche.



Und wo wir dann schon mal dabei waren, haben wir die Raumkonzepte von Gästezimmer und Arbeitszimmer einfach mal komplett durcheinander gewürfelt. Dadurch konnten wir aus dem Gästezimmer einen ansehnlichen und aufgeräumten Raum machen, der seinen Rumpelkammer-Charakter verloren hat. Mehr Stauraum sprang durch das große Regal, den besser aufgeteilten Schrank und unsere "Nachtkästchenlösung" auch noch bei raus. Win!

So bleibt in der Wohnung nur noch ein Chaosraum übrig - das Arbeitszimmer. Auch für das haben wir bereits ein Konzept erarbeitet und machen uns langsam aber sicher an die Umsetzung. Leider, leider wurde das erst dadurch möglich, dass unser kleiner Rennmausrentner Sammy einem Tumor erlegen ist. :( Da wir vorerst keine Rennmäuse oder anderen Haustiere mehr wollen, können wir das Arbeitszimmer anders planen als zuvor. Da erwartet euch also irgendwann auch nochmal ein Post. Das Chaoszimmer wird es zweifelsohne bleiben, aber vielleicht lässt sich in dieses Chaos ja trotzdem etwas mehr Struktur bringen als jetzt.



Aber wie auch immer, ihr seid für das Gästezimmer her gekommen, also sollt ihr das auch bekommen. Wie unschwer zu erkennen ist, ist das ein bisschen unser USA-Zimmer. Über die Jahre haben sich einige USA-Dekogegenstände angesammelt, die nun hier ihren Platz bekommen haben. Als Bildelemente dienen uns Postkarten, die wir aus unserem diesjährigen Urlaub mitgebracht haben und ich habe das Konzept mit zwei Kissen ergänzt, die ich bei Etsy bestellt habe. Das türkise Kissen hat übrigens den Umriss der USA als Applikation und zwei Holzherzchen markieren die Orte, an denen Herr Pingus Verwandtschaft lebt. Und damit auch den Anfangs- und Endpunkt unser diesjährigen Reise. Auch der Traumfänger als typisch amerikanisches Symbol - übrigens gebastelt von meiner Mum für Herr Pingu als kleinen Gag zu seinem letzten Geburtstag - hat einen Ehrenplatz bekommen.


Neben einer kleinen Wegbeschreibung zur "Saftbar" alias Mehrfachsteckdose zum Laden der mitgebrachten Geräte, soll es zukünftig auch noch ein weiteres gerahmtes Schild geben, auf dem die WLAN Zugangsdaten vermerkt sind. Entworfen habe ich das gute Stück schon, aber da uns kürzlich unser WLAN-Router im Stich gelassen hat und wir momentan mit einer provisorischen Bastellösung leben, muss dieses Schild leider noch ein bisschen warten. Neuer Router, neuer WLAN-Name, neues Passwort und erst wenn das alles steht, kann ich das Schild fertigstellen.


Btw... hättet ihr Interesse daran, dass ich euch dieses Schild dann als Freebie zum Download zur Verfügung stelle? Gleiches ginge auch mit dem Saftbar Schildchen, das ebenfalls auf meinem Mist gewachsen ist.

Das wars soweit. Diesmal gibt es sogar eine Vorher-Collage, wenn auch nur mit dem Handy zwischendurch geknipst. Premiere... Ich hoffe, dass ich beim Arbeitszimmer auch daran denke. Meine Schminkecke habe ich übrigens deshalb nicht näher beleuchtet, weil sie sich im Wesentlichen bis auf ihre Position im Raum kein bisschen verändert hat. Lediglich der Ausblick auf die Rüstung ist nicht mehr.

Das ist es also, unser runderneuertes Gästezimmer. Mal sehen, wann der erste Gast sich zum Einweihen vorbei traut.






Kommentare:

  1. Was für eine tolle Veränderung! Es ist echt toll, was man mit cleveren Stauraumideen selbst aus kleinen Räumen rausholen kann, wenn man nur will :D Wenn ich mir überlege, was wir damals aus meiner "Kammer" in der WG hätten machen können - stattdessen sah sie von Anfang bis Ende so aus wie dein "Vorher"-Bild: Ein viel zu großes, ungenutztes Schlafsofa, Putzzeug, alles was sonst im Weg war...

    Das mit dem WLAN-Code bzw. der Saftbar finde ich eine geniale Idee! Fast schon schade, dass wir gar nie Übernachtungsgäste haben :D

    Liebe Grüße
    Nathalie

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